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Heidelberger Stadtachterregatta: Zwei zu eins für die RGH
Männer- und Frauenachter besiegen HRK-Teams deutlich
Das war neu: Die Stadtachterregatta fiel in diesem Jahr zum ersten Mal seit ihrer Wiederaufnahme 2016 auf einen Termin vor den Sommerferien, auf den 19. Juli. Die Leistungsruderinnen und Leistungsruderer der RGH konnten die Trainings für den prestigeträchtigen Wettbewerb so besser in den Regattakalender integrieren. Auch die Trainer des Breitensportachters sahen die Vorteile: In den vergangenen Jahren, vor allem, wenn der Stadtachter bis in den Oktober rückte, waren Übungsfahrten, die wegen der früher untergehenden Sonne um 16 Uhr beginnen mussten, für viele Teilnehmende schwer zu realisieren.
Ruderinnen und Ruderer wie auch das Publikum wurden am Renntag mit hervorragendem Wetter belohnt. Tim Schreiber, vielen von uns noch als ehemaliger Leiter Sport gut bekannt, war vom ausrichtenden Regattaverband als Moderator gewonnen worden und sorgte für jede Menge Informationen während der Rennen. Viele Zuschauerinnen und Zuschauer versammelten sich am Steg des Heidelberger Ruderklubs ein und feuerten ihre Teams mit "Kluuuuub"- und "R-G-H"-Rufen nach Kräften an. Das Kräftemessen der beiden Rudervereine ging Zwei zu Eins für die RGH aus: Unsere Leistungssportfrauen und -männer konnten die Wandertrophäen der Rennmannschaften direkt wieder in die Vitrine in unserem Bootshaus zurückstellen, unser Breitensportteam musste sich der Mannschaft des HRK geschlagen geben.
Die Rennachter der Frauen starteten mit hochkarätig besetzten Teams. Erst eine Woche zuvor hatte bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften in Krefeld der Achter der Frauen, besetzt mit jeweils vier Ruderinnnen des HRK und vier der RGH, für die Universität Heidelberg Gold errudert und sich damit für die europäischen Hochschulmeisterschaften in Ungarn 2027 qualifiiziert. Ruderinnen aus diesem Boot traten nun im Stadtachter gegeneinander an: Der Achter der RGH gewann klar mit mehr als einer halben Bootslänge Vorsprung.
Die Teams des Breitensport-Achters wurden in diesem Jahr nach einem neuen Reglement aufgestellt: Jeweils sechs der vier Ruderinnen und vier Ruderer durften nicht vor Januar 2025 mit dem Rudern begonnen haben. Daneben hatten die Vereine sich im Vorfeld darauf verständigt, dass die Teilnahme an DRV-Regatten in Gig-Booten für Mannschaftsmitglieder nicht im Widerspruch zur Teilnahme am Breitensportachter steht. Die Aufstellung unseres Teams spiegelte entsprechend einen Querschnitt unseres Freizeitsports wieder: An Bord waren Teilnehmer und Teilnehmerinnen zwischen knapp über zwanzig und knapp über sechzig, Ruderanfängerinnen aus diesem Jahr, solche, die bereits im vergangenen Jahr im Stadtachter-Team trainierten, sowie Mitglieder der Regattaorientierten Gesamtgruppe (ROG).
Mit gut zwei Bootslängen Vorsprung – bei 350 Metern Streckenlänge – dominierte der Männerachter seine Konkurrenz deutich. Ein Großteil der Mannschaft gehört zu den Neckar Vikings, dem RGH-Team, das in diesem Jahr bei der Ruderbundesliga antritt. Aber nicht ausschließlich: Mit Paul Lessing saß zum ersten Mal ein Ruderer, der in früheren Jahren bereits im Breitensport-Achter angetreten war im Männer-Rennachter.
Frauenachter der RGH: Sofia Wolke, Antonia Nake, Lenda Riegraf, Ida Cartus, Anna Miucci, Cathrin Reimer, Mia Zipperle, Dorothee Honnen und Marie Kindler (Steuerfrau)
Breitensportachter der RGH: David Buck, Natalie Krempec, Karsten Köster, Gunnar Gebhardt, Caspar Schatz, Magdalena Urlaub, Ruth Schmedes, Gerlinde Kreuzinger und Brigitte Haller (Steuerfrau); Ersatzleute: Rose Knöchlein, Sondre Olsen, Trainer:innen: Brigitte Haller, Katrin Jörger, Gabriel Neumann
Männerachter der RGH: Felix Epp, Dennis Großkopf, Lukas Gehrig, Lukas Rücken, Paul Lessing, Ole Michel, Anton Gerner, Michael Knauber und Lea Michels (Steuerfrau); Team Captain: Dennis Großkopf
Von Gabriel Neumann
